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Am 23. November 2019 wird sich das Urologen-Netz-Stuttgart e. V. es zur Aufgabe machen, die Themen urologische Vorsorge, gutartige und bösartige Erkrankungen der Prostata (Vorsteherdrüse) sowie die Entzündung der Harnblase in den Mittelpunkt des 9. Urologischen Gesundheitstags zu stellen.

Zunächst geht es um zwei der absoluten Kernkompetenzen des Urologen: „Urologische Vorsorge“ und „ Prostakrebs – Erkennen und Behandeln“. Der Prostatakrebs ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes über dem 50. Lebensjahr. In Deutschland erkranken pro Jahr ca. 64 000 Männer neu am Prostatakrebs. Bei der Sterblichkeit liegt er mit ca. 15 000 Todesfällen pro Jahr in Deutschland an dritter Stelle (nach Lungen- und Darmkrebs). Durch gezielte Früherkennungsuntersuchungen kann der Prostatakrebs in frühen Stadien erkannt und auch geheilt werden. Nur ca. 18 % der Männer über dem 45. Lebensjahr nehmen die jährliche Früherkennungsuntersuchung wahr. Ebenso sind der Nieren- und der Blasenkrebs mit ungefähr 15 000 bzw. knapp 16 000 Neuerkrankungen im Jahr relativ häufig. Die Geschlechterverteilung liegt beim Nierenkrebs bei 9 500 (männlich) und 5 500 (weiblich), beim Blasenkrebs sind Männer mehr als dreimal so häufig betroffen, wobei Frauen hier leider aufholen. Ebenso gilt bei diesen Tumoren, dass mit einer regelmäßigen Vorsorge die Tumore frühzeitig erkannt und somit gut geheilt werden können. Eine Sonderstellung hat der Hodenkrebs. Mit 4 000 neuerkrankten Männern im Jahr ist er ein eher seltener bösartiger Tumor.
Trotz dieser Seltenheit ist der Hodentumor bedeutsam, weil er vor allem junge Männer zwischen 25 und 45 Jahren betrifft. In dieser Altersstufe ist er, mit 20 bis 30 Prozent aller Krebsfälle, die häufigste Tumorneuerkrankung des Mannes.

Als nächstes geht es um das Thema „Bewegung zur Vorbeugung“. Hier wollen wir Ihnen zeigen, wie wichtig Bewegung für Ihre Gesundheit ist. Damit Sie bis ins hohe Alter fit sind.

In „Gesunde Ernährung“ wollen wir allgemeines Wissen zu einer gesunden Ernährungsweise weitergeben.

Es folgt der Vortrag „gutartige Vergrößerung der Prostata“ (benigne Prostatahyperplasie). Diese ist durch die Vermehrung ansonsten unauffälliger Zellen bezeichnet. Es ist der häufigste gutartige Tumor beim Mann. In den ersten Lebensjahrzehnten ist sie sehr selten, ab dem 6. Lebensjahrzehnt findet sich jedoch bei 50 % aller Männer eine Vergrößerung der Prostata. Die Krankheits- häufigkeit steigt bis auf über 90 % im 9. Lebens- jahrzehnt. Aufgrund ihrer hohen Krankheits- häufigkeit gilt die gutartige Vergrößerung der Prostata als Volkskrankheit, ist jedoch gut behandelbar.

Danach gibt es Informationen zu „Sexualität nach Prostatabehandlung“. Hier geht es z.B. um die Herangehensweise und die Behandlung von verminderter Lust und von Erektionsstörungen als Folge von Operation, Bestrahlung und medikamentösen Behandlung.

Vor einigen Jahren drehte sich unsere Fortbildungsreihe bereits rund um die Blase. Ein ganz wichtiger und häufig vorkommender Bereich hieraus wiederum ist die Blasenentzündung. Alles Wissenswerte hierzu haben wir mit der Überschrift „Entzündung der Harnblase“ versehen.

Das Urologen-Netz-Stuttgart e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch Gesundheitsaufklärung im Rahmen dieser Informationsveranstaltung über diese Themen zu berichten. Während der Veranstaltung und im Anschluss daran wird es ausreichend Zeit für Fragen und persönliche Gespräche mit den Fachexperten des Urologen-Netz-Stuttgart e.V. geben. Ebenso gibt es auch dieses Jahr wieder einen kostenlosen Gesundheitscheck.

Referenten:   
Dr. med. Malte Bergener – Begrüßung
Dr. med. Andreas Jünk – Urologische Vorsorge
Dr. med. Johannes Gärtner – Prostatakrebs –Erkennen und Behandeln
Frau Christine Kemmler – Bewegung zur Vorbeugung
Frau Wiebke Endres – Gesunde Ernährung
Dr. med. Bastian Müller – Gutartige Vergrößerung der Prostata
Dr. med. Hamdija Isovic – Sexualität nach Prostatabehandlung
Dr. med. Heinz Peter Schimers – Entzündung der Blase
Dr. med. Malte Bergener – Schlusswort

Moderation:   
Oliver Gimber
Dr. med. Holger Lange

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